Stadtwerke Waldkirch setzen bei der Digitalisierung der Niederspannungsnetze auf eine Lösung der comtac AG, die im Testprojekt auf Anhieb ihre Praxistauglichkeit zeigte.
Wie lassen sich bestehende Ortsnetzstationen schnell und wirtschaftlich digitalisieren? Dieser Frage gingen die Stadtwerke Waldkirch im Rahmen eines Pilotprojekts nach – mit einem Ergebnis, das zeigt, dass moderne Lösungen heute deutlich einfacher umzusetzen sind als vielfach angenommen.
Die Digitalisierung der Niederspannungsnetze stellt viele Versorger vor grosse Herausforderungen. Daher suchten die Stadtwerke Waldkirch im Breisgau eine Lösung, die sowohl zuverlässig als auch einfach umzusetzen ist. Ein Pilotprojekt mit der Gesamtlösung Cluey EM und der neusten Innovation, dem GRIDALYZER der comtac AG lieferte nun überzeugende Ergebnisse.
In Waldkirch betreiben die Stadtwerke 92 Ortsnetzstationen und versorgen rund 11'000 Haushalte sowie Gewerbebetriebe. Der steigende Anteil von Photovoltaikanlagen und Wallboxen erhöht den Bedarf an Transparenz und Monitoring im Niederspannungsnetz erheblich. In einer längeren Testphase wurden daher verschiedene Systeme geprüft, mit einem klaren Ergebnis: Viele Lösungen erwiesen sich als zu komplex.
Installation unter 30 Minuten
Auf Empfehlung des Partners Rey Technologies installierten die Stadtwerke im November 2025 testweise die Lösung der comtac AG in einer Trafostation. Die Kombination aus GRIDALYZER Power Metern, dem Controller Cluey EM und der BentoNet-Plattform ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Digitalisierung bestehender Anlagen.
Bereits rund 24 Minuten nach Beginn der Installation standen die ersten Messdaten auf mobilen Endgeräten zur Verfügung. Mit wachsender Routine dürfte die vollständige Ausrüstung einer Station künftig sogar in rund 15 Minuten möglich sein. Damit entsteht ein praxisnaher Prototyp für eine spätere netzweite Digitalisierung, bei der Daten aus allen Stationen in bestehende Leitsysteme integriert werden können.
Einfache Integration und flexible Technik
Die Lösung erlaubt eine unkomplizierte Nachrüstung bestehender Ortsnetzstationen. Stromsensoren lassen sich werkzeuglos montieren, Komponenten sind eindeutig identifizierbar, und Messdaten können lokal sowie über standardisierte Schnittstellen ausgelesen werden. Kommunikation und Spannungsversorgung erfolgen über Bus-Kabel, wodurch der Installationsaufwand gering bleibt. Firmware und KI-Modelle lassen sich zudem unkompliziert aktualisieren.
Digitalisierung mit Augenmass
Ein flächendeckender Rollout ist derzeit noch nicht geplant. Zunächst sammeln die Stadtwerke weitere Erfahrungen im Testbetrieb. KI-Funktionen zur Analyse der Spannungsqualität spielen aktuell noch eine untergeordnete Rolle, könnten jedoch mit zunehmender Digitalisierung an Bedeutung gewinnen.
Das erste Fazit fällt dennoch klar positiv aus: Installation und Betrieb verliefen zuverlässig, und die gewonnenen Netzinformationen liefern wertvolle Einblicke für die weitere Planung. Die Lösung ermöglicht damit ein praxisnahes und risikoarmes Testen, bevor grössere Investitionen folgen.
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